/Wissen/Asset Tracking in Industrie und Produktion am Multimodal-Standort

Fachartikel · 7.9.2026

Asset Tracking in Industrie und Produktion am Multimodal-Standort

An einem großflächigen Industriepark – mit Flussanbindung, Bahngleisanschluss und verschiedenen Abfertigungspunkten für die Lkw-Zu- und Ausfahrt wie in den Chemparks in Leverkusen und Krefeld-Uerdingen - laufen täglich unterschiedliche Material- und Transportströme zusammen. Rohstoffe werden beispielsweise am Ufer über Krananlagen entladen, Waggonladungen oder Container gelangen über die Schiene auf das Gelände wie in den Versand, und per Lkw erfolgen Zu- und Auslieferung über das Straßennetz. In solchen Umgebungen ist die transparente Nachverfolgung von Assets ein zentraler Hebel für Effizienz und Kontrolle.

Asset Tracking hilft dabei, Betriebsmittel, Behälter, Container und bewegliche Güter digital sichtbar zu machen. Gerade an komplexen Standortstrukturen entsteht dadurch ein klarer operativer Mehrwert entlang der gesamten Logistik- & Produktionskette.

Was Asset Tracking in diesem Kontext bedeutet

Asset Tracking beschreibt die digitale Verfolgung beweglicher Objekte über definierte Zonen, Prozesse und Übergabepunkte hinweg.

Transparenz über Waren- und Materialbewegungen

Assets werden nicht nur erfasst, sondern entlang der Wege von Anlieferung, Umschlag, Lagerung und Weitertransport sichtbar gemacht.

Standortübergreifende Nachverfolgung

Gerade an Multimodal-Standorten ist wichtig, wann ein Asset vom Fluss, von der Bahn oder vom Lkw in interne Prozesse übergeht.

Operative Verfügbarkeit

Entscheidend ist nicht nur der Standort eines Assets, sondern ob es dort verfügbar ist, wo es im Prozess gebraucht wird.

Warum der Standortkontext hier entscheidend ist

Ein Chempark mit multimodaler Anbindung ist mehr als ein klassischer Produktionsstandort. Er ist ein logistischer Knotenpunkt, an dem unterschiedliche Transportwege zusammenlaufen und interne sowie externe Materialströme koordiniert werden müssen.

Flussanbindung

Am Flussufer entladene Rohstoffe müssen nachverfolgbar vom Umschlagpunkt in Lager- oder Produktionsbereiche überführt werden.

Bahnlogistik

Container- und Waggonladungen brauchen Transparenz bei Einfahrt, Entladung, Zwischenlagerung und Weitertransport.

Lkw-Logistik

Die Straßenanbindung über Autobahnen ermöglicht flexible Zu- und Auslieferungen, die ebenfalls in den Tracking-Prozess eingebunden werden müssen.

Werksinterne Logistik

Zwischen Entladung, Lager, Produktion und Versand entstehen viele Übergänge, an denen Tracking wertschöpfend wirkt.

Welche Assets typischerweise verfolgt werden

Container und Ladeeinheiten

Sie sind besonders relevant für Bahn- und Lkw-Transporte sowie Zwischenlagerung.

Rohstoffe und Halbfabrikate

Diese müssen im Übergang vom Umschlagpunkt ins Werk transparent bleiben.

Werkzeuge und Betriebsmittel

Sie sind für Instandhaltung, Montage und operative Prozesse unverzichtbar.

Mobile Transporthilfen

Dazu gehören etwa Paletten, Rollcontainer, Spezialbehälter oder Ladehilfen.

Welche Technologien dafür eingesetzt werden

RFID

Geeignet für definierte Übergabepunkte, etwa im Lager oder an Verladestellen.

Bluetooth und Sensor-Tagging

Sinnvoll für bewegliche Objekte in begrenzten Bereichen oder Hallen.

RTLS

Echtzeit-Ortungssysteme sind dann relevant, wenn Bewegungen entlang des gesamten Standortes nachvollziehbar sein sollen.

Kombination mit Gateways und Plattformen

Die Tracking-Daten werden erfasst, übertragen und in operative Systeme überführt.

Welche Vorteile sich am Multimodal-Standort ergeben

Bessere Übersicht über Umschlagpunkte

Fluss, Bahn und Lkw lassen sich in einer gemeinsamen Logik betrachten.

Weniger Such- und Wartezeiten

Assets können schneller identifiziert und zugeordnet werden.

Höhere Prozesssicherheit

Fehlleitungen, Verluste oder unnötige Standzeiten werden reduziert.

Verbesserte Koordination

Die Abstimmung zwischen Logistik, Produktion und Operations wird deutlich leichter.

Typische Anwendungsfälle im Chempark

Entladung am Flussufer

Tracking macht nachvollziehbar, wann Rohstoffe ankommen und wohin sie weitergeleitet werden.

Bahnseitige Anlieferung

Container- und Waggonbewegungen können in den Werkfluss integriert werden.

Lkw-Andienung

Ankunft, Übergabe und Abtransport lassen sich transparenter steuern.

Interne Werkslogistik

Materialien, Behälter und Werkzeuge bewegen sich zwischen Lager, Produktion und Versand und bleiben sichtbar.

Welche Rolle übernimmt Conneqtive als IoT-Systemhaus?

Als IoT-Systemhaus kann Conneqtive helfen, die passende Lösung für den jeweiligen Standort und die vorhandene Logistikstruktur auszuwählen.

Auswahl der richtigen Ortungstechnologie

Nicht jede Umgebung braucht Echtzeit-Ortung, aber jede braucht eine passende technische Logik.

Einbindung in bestehende Abläufe

Tracking muss die Arbeit unterstützen und nicht zusätzliche Komplexität schaffen.

Skalierung auf weitere Standortbereiche

Was an Umschlagplätzen funktioniert, lässt sich oft auf Lager, Produktion oder Versand ausweiten.

Fazit

Asset Tracking an einem Multimodal-Standort ist ein hochrelevanter Industrie-Use-Case mit direktem Bezug zu Logistik, Produktion und Operations.

Autor

CQT Redaktionsteam
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